Leonard Küßner Portrait
Foto: Armin Krüger

Leonard Küßner

ist ein deutscher Komponist und Orchestrator für Film, Theater und Konzertsaal.

Nach seiner Grundausbildung am Schlagwerk und Klavier sowie nach langjähriger Tätigkeit in verschiedenen Orchestern und Ensembles studierte er Komposition mit Schwerpunkt Filmmusik an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg.

Es folgten Kompositionsaufträge für Filmmusiken, interdisziplinäre Performanceformate und das weltweit erste Dolby-Atmos-Hörspiel „Das Duett“. Der Dokumentarfilm „Um uns die Welt“ (Regie: Hanna Fischer), für den Küßner die Filmmusik komponierte, gewann 2017 den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis.

2018 feierte Küßner internationale Premiere auf den 71. Filmfestspielen in Cannes und wurde zudem für den „Deutschen Filmmusikpreis“ nominiert.

Im selben Jahr wurde seine Bühnenmusik zu E.T.A. Hoffmanns „Der Goldne Topf“, in der Adaption und Inszenierung von Anna Frick, am Theater Freiburg uraufgeführt, welche über zwei Spielzeiten dargeboten wurde.

Weiter folgte die Arbeit als Orchestrator und Arrangeur für den Animationsfilm „Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel!“ (2018, Regie: Anthony Power), welche sich im Jahr 2019 für den Film „Drachenreiter“ (2020, Regie: Tomer Eshed), der Animationsverfilmung nach der Romanvorlage von Cornelia Funke, fortsetzte.

Für den Kinofilm „Traumfabrik“ (2019, Regie: Martin Schreier) arbeitete Küßner ab Anfang 2019 im Team mit Philipp Noll und Peter Gromer zusammen.

Zur Fernsehdokumentation (SWR, 3sat) Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes (2020, Regie: Katja Trautwein) komponierte Küßner die Filmmusik, welche auch als Soundtrack-Album veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2020 folgte die erneute Zusammenarbeit mit Philipp Noll für den Otto-Kinofilm „Catweazle“, der im Jahr 2021 in die Kinos kam.

Er schrieb Bühnenmusik zu Victor Klemperers Tagebüchern aus der Zeit von 1934 – 1945 sowie die viersätzige Gedichtvertonung Einsamkeit nach Paul Celan für Orchester und zwei Gesangstimmen, die unter seiner Leitung auf CD eingespielt wurde.

Im Jahr 2020/2021 komponierte und produzierte Küßner, gemeinsam mit Hannes Bieber, die Filmmusik zum mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Dear Future Children“, welcher in der Vorauswahl für die Oscars 2022 steht und ab 14.10.2021 in Deutschland, Großbritannien, Österreich und Kanada in die Kinos kommt.

Es folgten zudem Einspielungen von Filmmusik und sinfonischen Werken durch das Deutsche Filmorchester Babelsberg, dem Slovak Sinfonietta Orchestra sowie Aufnahmen mit Tenor Daniel Kluge (Staatsoper Hamburg), René Pape (Staatsoper Berlin) sowie die Zusammenarbeit mit den Sopranistinnen Samantha Gaul, Katharina Ruckgaber (Theater Freiburg) und der Mezzosopranistin Marie Seidler.

Am 12. November 2021 wird die CD „Die Fremde“ mit Küßners Komposition „Andante für Alt-Saxophon und Klavier“ (Alt-Saxophon: Hannah Koob, Piano: Martien Maas) beim niederländischen Label 7 Mountain Records weltweit veröffentlicht.

Leonard Küßner ist auch als Gastdozent an der Popakademie Baden-Württemberg zu den Themen „Orchestral programming“ und „Orchestral production“ tätig.