Erinnerung an den 9. November

„Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ – Szenische Lesung aus den Tagebüchern von Victor Klemperer.

Überleben im Faschismus: der jüdische Literaturwissenschaftler Victor Klemperer durchsteht von 1933 bis zum Kriegsende zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau Eva zunehmende Isolierung, Schikanen, Demütigung und ein Leben in immerwährender Angst vor Haussuchung und Deportation. Sein Tagebuch wird für Klemperer zur „Balancierstange, ohne die ich hundert Mal abgestürzt wäre“.

Die Tagebücher wurden zu einem einmaligen Zeugnis über den Alltag der Judenverfolgung. „Tausend Mückenstiche sind schlimmer als ein Schlag auf den Kopf. Ich beobachte, notiere die Mückenstiche“.

In der für diesen Abend komponierten Bühnenmusik zur Lesung wird das Zeitdokument Klemperers auf einer parallel entstehenden, abstrahierten Ebene weitergeführt.

Zur Musik wurden eigens für diesen Abend gefertigte Sequenzen des Motion Designers Jonathan Rieder auf eine futuristische Leinwand-Konstruktion projiziert.

Den Originaltext zur Veranstaltung finden Sie hier.

Crew

  • Regie
    Dieter E. Neuhaus
  • Komposition
    Leonard Küßner
  • Motion Design
    Jonathan Rieder
  • Live-Technik
    Christian Kessler
  • Sprecher
    Dieter E. Neuhaus, Barbara Krehl, Edgar Common