Mein kleiner Freund aus Federn 01
Mein kleiner Freund aus Federn 02

Mein kleiner Freund aus Federn

Im idyllischen Vorgarten des Einfamilienhauses steht das alte Baumhaus, das über Generationen schon die wildesten Kindheits- Abenteuer erlebt hatte. Doch heute dient es nicht als Fort oder Schloss – nein! Heute schenkt es dem kleinen, neunjährigen Mädchen Emma einen Zufluchtsort.
Nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter, ist das alte Baumhaus das Einzige, was Emma an gemeinsame Momente mit der Mutter erinnert. Die alten Kinderbücher, der Geruch des Holzes und der frischen Blätter geben dem kleinen Mädchen die Sicherheit, die es gerade am Nötigsten braucht. Emma verschließt sich vor ihrer Außenwelt und vor allem vor ihrem eigenen Vater.
In dieser schweren Zeit versucht der Vater seiner Tochter Kraft und Rückhalt zu schenken. Obwohl er selbst einen seiner liebsten Menschen verloren hat, gibt er alles dafür nicht auch noch sein einziges Kind zu verlieren. Auch wenn das heißt, dass er Emma dafür den nötigen Abstand einräumen muss.
So verbringt Emma die nächsten Tage und Nächte abgeschieden in dem alten Baumhaus, das sie so sehr an die gemeinsame Zeit mit ihrer Mutter erinnert. Eines Morgens, nach einem schweren und heftigen Gewitter findet Emma einen Jungvogel, der durch den Sturm unsanft in das Baumhaus gelangt war und sich dabei verletzt hat.
Fürsorglich kümmert sie sich fortan um ihren neuen Freund, dem es durch die Pflege von Emma Tag für Tag immer besser geht. Die Zeit geht ins Land. Doch eines morgens, noch bevor Emma erwacht, verlässt sie der Vogel. Als sie an diesem Tag ihre müden Augen öffnet und realisiert, dass ihr neuer gefiederter Freund sie verlassen hat, ergreift sie die Traurigkeit. Nicht nur weil er sie verlassen hatte, sondern weil sie sich nun endlich auch bereit fühlt sich vor ihrer Außenwelt zu öffnen.
Der Schmerz über den Verlust der Mutter findet nun seinen wahren Platz, weil sie erkannt hat, dass man über seinen Verlust trauern muss. Genau wie ihr Schützling das Baumhaus verlassen konnte, fühlt sich Emma ermutigt dieses nun auch zu verlassen und den Kontakt zu ihrem Vater zu suchen.
Denn Familie ist das Wichtigste in unserem Leben, gerade in schwierigen Zeiten.

  • Regie Christian Hirth
  • Autor Christian Hirth, Simon Schneckenburger
  • Filmmusik Leonard Küßner
  • Producer Christian Hirth
  • Produzent crafix Films